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Am 28. März 2025 wurde Oberwallsee zum Schauplatz einer herausfordernden Feuerwehr-Großübung: Ein brennendes landwirtschaftliches Objekt und eine Person, verschüttet im Hackschnitzellager.
Am Freitag, den 28. März 2025, fand in Oberwallsee eine umfassende Gemeinde-Feuerwehrübung statt. Die Übungsannahme war der Brand eines landwirtschaftlichen Objekts mit einer vermissten Person im Hackschnitzellager.
Die vermisste Person (Übungspuppe) war tief in einem Hackschnitzellager eingeschlossen – nur der Kopf ragte noch aus der Materialmasse heraus. Unter schwerem Atemschutz starteten die ersten Trupps mit der kontrollierten Freilegung. Wichtig war dabei die Sicherheit der Einsatzkräfte und die stabile Freigabe der Atemwege der verschütteten Person. Durch systematisches Arbeiten, regelmäßige Trupprotation im 2–3-Minuten-Takt und spezielle Werkzeuge wie verkürzte Schaufeln konnte die Puppe nach etwa 30 Minuten gerettet werden.
Parallel zur Menschenrettung wurde eine Zubringleitung von über 1.200 Metern aufgebaut. Das Wasser wurde aus dem Tiefenbach beim Anwesen Schürz entnommen, mit einer gemessenen Fördermenge von 800 Litern pro Minute. Vier Tragkraftspritzen kamen zum Einsatz, um den Höhenunterschied von etwa 60 Metern zwischen dem Löschwasserbehälter bei Oberwallsee 13 und dem Zielobjekt bei Oberwallsee 14 zu überwinden. Die Löschwasserversorgung konnte innerhalb von 40 Minuten nach der Alarmierung vollständig hergestellt werden.
In der Anfangsphase sicherten die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Feldkirchen, Bad Mühllacken und Lacken den Objektschutz. Mit zwei Strahlrohren à 100 Litern pro Minute wurde der Zeitraum bis zum vollständigen Leitungsaufbau, der etwa 15 Minuten dauerte, optimal überbrückt.
An der Übung beteiligten sich alle Feuerwehren der Gemeinde Feldkirchen sowie das Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (LFB) der FF Goldwörth. Die Koordination übernahm ein erfahrenes Führungsteam bestehend aus Einsatzleiter HBI Philipp Rabeder sowie den Übungsleitern OBI Thomas Poxrucker und BI Jürgen Pichler. Hervorgehoben wurden insbesondere die gute Funkdisziplin, die strukturierte Abschnittseinteilung und die sichere Umsetzung aller Aufgaben unter realistischen Bedingungen.
Die Übung hat gezeigt, wie wichtig regelmäßige Großübungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit, Kommunikation und Effizienz im Einsatz sind. Ein herzliches Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement und an die Anwohner für ihr Verständnis!
Fotos: Phillip Prokesch